Kurhaus Bisamberg
Der Blick scheint endlos: Mühelos fügen sich Weinreben in die Hügellandschaft. Die Großstadt am Horizont verschwindet fast vollständig im Morgennebel. Kein Verkehrslärm, keine Termine. Ich, in Stille, umgeben von Natur. Gemeinsam mit dem geschwungenen Baukörper bewege ich mich den Hang entlang. Die Stampflehmwände, wie aus der Erde gehauen, verbreiten Wärme. Immer wieder passiere ich Buchten und Nischen. Lauter, leiser, lauter… Unbekannte Winkel und Nischen verführen mich, und das Licht leitet mich. Warmer Dampf umhüllt meinen Körper. Die Dunkelheit schwächt meine Augen, und ich lausche. Kleine runde Öffnungen in der Decke lassen Licht herein. Wie die Rohre und Kabel des ehemaligen Technikgebäudes. Der Wind weht über die Spitze des Geländes. Manchmal, im richtigen Winkel, versetzt er die Luft in den "Lichtrohren" in Schwingung und erzeugt so wohltuende Klänge.
Typ: Design Studio TU Wien - Denkmalpflege
Mitarbeit: Dimitri Egorov, Agnes Liebsch
Fotocredits: Daniel Koller